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dann ist Ihr Rechner wohl im Eimer :=)

Stereofotografie


In einem Schmöker über Fotografie bin ich irgendwann einmal über Stereofotos gestolpert und da habe ich mir gedacht, ich probiere das einfach mal aus. Zuerst habe ich für meine Spiegelreflex eine Konstruktion für das Stativ gebaut, welche es ermöglichte, die Kamera etwa im Augenabstand nach links und rechts zu verschieben. Ich habe zuerst das linke Bild aufgenommen, dann die Kamera nach rechts verschoben und dann das rechte Bild aufgenommen. Später habe ich die Bilder in SW im eigenen Labor abgezogen und auf Karton geklebt.
Dazu gibt es 2 Varianten:

Das herkömmliche System, fast quadratische Einzelbilder

Auf einem Karton klebt linke Aufnahme, rechte Aufnahme und über eine Linsenbrille (es gab hierfür unzählige Betrachter) schmelzen die Einzelbilder zu einem räumlichen Bild zusammen.
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Es fällt einem deutlich auf, dass das Zuschneiden der Bilder bei einem Negativ 24x36 ziemlich viel Abfall verursacht, denn die Betrachter können nur quadratische Bilder, wie früher vom Mittelformat her, aufnehmen.

Stereobetrachter

Das KMQ-System

Man klebt die Bilder übereinander, linkes Bild ist unten, rechtes Bild ist oben. Mit einer Prismenbrille werden die Bilder zusammengeschoben und man erhält den gwünschten Effekt.
Bild vergrößern Bild vergrößern KMQ-Brille

Besonders schön wird es, wenn man einen Dia-Film nimmt, die einzelnen Dias dann in 2 Guckis macht, und diese gleichzeitig gegen das Licht hält.

DIA-Betrachter, zwei einzelne mit Tesa zusammengeklebt

Das setzt natürlich voraus, dass die abgelichteten Objekte sich auf keinem Fall bewegen, denn jede kleinste Änderung, wie ein vom Wind bewegter Ast kann das Foto schon verderben. Es gab in früher Zeit entsprechende Kameras, die 2 Aufnahmen gleichzeitig machten. Ich habe 2 Billigkameras in einen Holzkasten montiert und die beiden Auslöser mit einem Bautenzug vom Fahrrad verbunden.

Selbstgebautes Gehäuse von vorne von hinten, ein Guckloch genügt :=)

Wenn ich mit dieser Kamera an einer öffentlichen Strasse fotografiere, dann meinen manche Autofahrer, hier gibts ne Geschwindigkeitsmessung. :=)
Man kann auch die beiden Einzelfotos einscannen, dann mit einem Programm wie "z-anaglyph" bearbeiten und als Rot-Grün-Bild abspeichern.

Der Nullmeridian in Greenwich
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Trafalgar Square in London
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Anaglyphen-Brille

Kameravorsätze

Am einfachsten ist für mich das System von Loreo, ein Spiegelaufsatz für meine EOS 500, welche 3 Entfernungseinstellungen und 2 verschiedene Blenden hat.

Kameravorsatz für EOS 500

Hier wird das Negativ sinnvoll genutzt und mit einer Prismenbrille kann man die Abzüge wieder räumlich betrachten.

Hausboot auf dem Regents Canal in London
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An der Themse in London
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Prismenbrille als Betrachter

Bristol
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Bristol, Templerkirche
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